8 Tipps für erfolgreiches App Onboarding

Hannes Kohler

15. Februar 2018

Oft laden User eine App herunter, probieren sie kurz aus, klicken hier und dort, um sie dann – nur ein paar Minuten später – wieder zu löschen. Der User hat sich nicht in die App verguckt. Warum? Es hat nicht gefunkt, der User hatte mehr erwartet und nicht erkannt, was die App zu bieten hat – er dachte, ihr fehle der Tiefgang.

Man braucht also einen Verkuppler: Das App Onboarding. Die erste Interaktion entscheidet, ob der User die App weiterhin nutzen wird. Es muss Liebe auf den ersten Blick sein! Wir haben dafür ein paar Tipps von unserem Dating-Experten Hannes eingeholt.

1 – Know the target, hit the target

Kenne das Ziel. Nur so kann man später den Erfolg des Onboarding Prozesses messen und verbessern. Ziele können sich auf die Konversionsrate, das Sammeln von User-Daten oder didaktische Aspekte beziehen.

2 – Let’s play

Auf dem aktuellen App-Markt haben sich unterschiedliche Wege etabliert, die User an eine neue App heranführen. Dazu gehören beispielsweise Vorab-Slides oder Guided Touren. Unabhängig von der Methode gilt: User wollen nichts über eine App lernen, sie wollen sie benutzen. Und das spielerisch und intuitiv. Jeder in seinem Tempo. Überzeuge die User mit dem Benefit Deiner App – ohne sie zu überfordern und ohne sie zu langweilen.

formigas-blog-app-onboarding-clever-lottoClever Lotto erklärt anhand seiner Funktionen, warum der User Mitteilungen von der App erlauben sollte.

3 – Take a break

Bunt wie Smarties ist die Gruppe, die deine User bilden. Jeder hat ein anderes Vorwissen oder kognitive Fähigkeiten. Biete verschiedene Wege an, die App kennenzulernen und sich mit ihr anzufreunden. Affine User überspringen gerne ein Tutorial, das sollte problemlos möglich sein.

4 – Be dynamic

Achte bei Deinem App Onboarding auf kurze Texte, beispielsweise in Form von Tooltips oder Setup Wizards. Sprech Deine User dynamisch an, gerne auch mit Witz und sorge für direkte Interaktionen. So unterstützt Du neue Nutzer. Statische Hinweise langweilen. Wichtig: Verfasse alle Hinweise kurz und klar, erkläre nichts, was eh schon klar ist und überfordere deine User nicht.

5 – Easy peasy

Um alle Funktionen einer App nutzen zu können, müssen User in den ersten Schritten einiges entscheiden und von sich preisgeben. Für User kann das lästig sein, für Dich ist es aber sehr wichtig. Wie erhältst Du Deine Infos und der User seine fröhliche Laune? Kurze und klare Schritte, die nur die absolut notwendigsten Details abfragen.

6 – This way please

Gerade wenn User innerhalb eines Prozesses mehrere Schritte absolvieren müssen, solltest du ihnen regelmäßig visualisieren, wo sie sich gerade befinden. Lass deine User spüren, dass es in großen Hüpfern vorwärts geht und es sich lohnt, weiterzuhüpfen.

7 – Keep it up!

Du willst Deine User dauerhaft faszinieren und für deine App gewinnen? Dann gib Deinem User viele positive Erlebnisse während des App Onboarding Prozesses. Du kannst beispielsweise Erfolgs-Ereignisse, Lob und positives Feedback einbauen. Spare nicht an positiven Vibes für jeden gemeisterten Schritt. So motivierst Du Deine User, die App weiterhin zu nutzen.

8 – Wild & Free

Ganz klar: Paid Apps müssen intensiver überzeugen als kostenlose Apps. Für Paid Apps bieten sich kostenlose Testversionen an, die dem User begrenzten Zugang zu Features geben. Eine positive User Experience kann dann Deine User vom Nutzen überzeugen.

That’s it!

Erfolgreiches App Onboarding ist komplex aber nicht kompliziert. Behalte Deine Ziele im Blick. Vergesse dabei aber nicht die Wünsche Deiner User. Heiter Deine User auf, statt sie zu langweilen. Lass sie mitmachen, statt nur zuzugucken. Und das auch ohne Bezahlung. Sorge für kurze Wege und gute Wegweiser und feuer sie an. Dann brennen Sie für Deine App.